Monotonie #2

Es war Samstag. Ein Bruch in dem immer gleichen Trott der Woche. Aufwachen und Aufstehen, Kaffee und dann in den Tag hinein. Das ganze stand diesmal nicht unter dem Zwang der Aktivierung des Organismus zu einer viel zu frühen Zeit. Die Zeit war schon so weit vorangeschritten, dass der Körper gänzlich von selbst aktiv wurde. Er konnte ganz freiwillig den Tag beginnen. Was also tun?
Ein Ausflug ins Grüne böte sich an. Um wieder Abstand von der Tristesse des Alltags zu gewinnen.
Also wieder aus der Haustür raus in den altbaulichen Flur, die knarrenden Dielen hinunter und durch die große hölzerne Eingangstür auf die Straße. Es ist wieder kalt. Nebelschwaden seiner Atemluft ziehen vor seinem Gesicht Richtung Himmel während er zur S-Bahnstation geht. Er braucht 6 Minuten für die Strecke. An der Station braucht er sich keine Fahrkarte kaufen, weil er ein Abonnement für die Benutzung des Nahverkehrs der Stadt hat. Anstatt in die Innenstadt fährt er dieses mal noch weiter aus der Stadt hinaus. Von dem Vorstadtbezirk hinaus ins Grüne.

Die S-Bahn fährt nur 10 Minuten bis zur Endhaltestelle, mitten im nirgendwo, nicht weit weg von Wiesen, Feldern und dem Wald. Auch dreschen die Türen nur dreimal zusammen. Da er ausgeschlafen hat, muss er seine Augen nicht verschließen, keinen Schlaf nachholen, nicht einmal sitzen muss er. Deshalb bleibt er einfach an der Tür stehen um aus dem Fenster, die sich immer mehr verdünnende Zivilisation zu beobachten. Sein Blick verliert sich in den weiten Wiesen und Feldern bis “… Bitte alle Aussteigen, Endhaltestelle” aus den Lautsprechern tönt.

Ein bisschen windig ist es, sodass ihm die frische Luft um die Ohren weht.

Monotonie #1

Jeden Morgen die gleiche Prozedur. Der Wecker klingelt. Einmal Schlummern geht noch. Das ganze drei mal, dann muss er sich doch aufraffen, sich aus dem Bett hieven, erst mal aufsetzen und orientieren. Wenn das Bewusstsein so langsam wieder einsetzt muss er erst einmal den dringend benötigten Kaffee, schwarz und ohne Zucker, zur Aktivierung des gesamten Organismus einfüllen. Erst dann kann er sich unter die Dusche stellen, Anziehen, schnell eine Schüssel Müsli hinunterschlingen und sich auf den Weg zur Arbeit machen. Aus der Haustür raus, das altbauliche Treppenhaus mit den knarrenden Dielen hinunter, die jeden Bewohner dieses Hauses verständlich machen, dass er seine Wohnung verlassen hat, durch die große hölzerne Eingangstür auf die Straße. Der Morgen ist an diesem Tag ziemlich kühl, kleine Schwaden seiner Atemluft vernebeln ihm die Sicht.
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Die Weltstadt Paris und die Bedeutung der Kunst

In diesem Blog geht es normalerweise um das selbst geschaffene Wort, dieses mal jedoch nicht. Ich möchte hier auf einen Artikel aus der ZEIT hinweisen, der für all diejenigen interessant sein dürfte, die sich für Paris und Malerei oder Fotografie interessieren. Unter dem Titel “Wie Paris zur Weltstadt wurde” beschreibt Bernhard Schulz die Bedeutung der Malerei und später auch der Fotografie auf die Sichtweise der sich entwickelnden Stadt Paris.

Im Artikel weist der Autor zudem auf eine aktuell laufende Ausstellung im Museum Folkwang in Essen hin, die eben solche Bilder und Fotografien ausstellt. Die Ausstellung “Bilder einer Metropole – Die Impressionisten in Paris” läuft noch bis zum 30. Januar 2011 im Museum Folkwang.

Alte Zeiten

Wo sind sie nur geblieben,
die Zeiten,
als der Hausmeister im Herbst,
früh am Morgen nach draußen schlurfte,
einen Besen in der einen und einen Sack in der anderen Hand,
um das auf den Gehweg gefallene Laub,
sorgfältig zusammen zu fegen,
und es anschließend,
in den Sack zu stopfen.

Heutzutage,
kommt eine Mann von einer Firma
für Facility-Managment,
in einem weißen Transporter,
holt sein Laubblasgerät aus dem Laderaum,
zieht zwei drei mal an einer Schnur
und schon geht der Lärm los,
der die armen bunten Blätter
durch die Gegend pustet
auf des Nachbars Grundstück.