Every child is an artist. The problem is how to remain an artist once he grows up. — Pablo Picasso


Ohne Titel 3

Kalt war es an diesem Tag nicht. Die Sonne schien kräftig vom hellblauen Himmel und wurde nur selten von ein paar Schleierwolken verdeckt. Ein leichter Westwind bewegte die von der Sonne erhitzte Luft gen Osten, vom Meer auf das Land und wieder auf das Meer. Mit ihr trieben auch die leichten Schleierwolken leise vom Meer über das Land wieder auf das Meer. Die trockenen Grashalme, zwischen den kräftig aufblühenden Heidepflanzen, wogen sich im Wind.
Der Boden war trocken und ausgelaugt. Der Wind hatte mit seiner Erosion die Nährstoffe aufgesaugt und sie über dem Meer wieder abgelassen. Schon lange war kein Regen mehr auf diesen öden Fleck Erde gefallen. Dennoch wuchsen in diesem Gebiet mit diesen widrigen Lebensbedingungen einige kleine Fichten.
Es würde nicht lange dauern, möglicherweise fünfzehn bis zwanzig Jahre, dann wird diesem Flecken Erde nicht mehr anzusehen sein, was passiert ist.
Vergangenes Leben wird durch Neues ersetz.

 

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2 Kommentare to “Ohne Titel 3”

  1. Martin Auer sagt:

    Hallo,

    eigentlich ein schöner Text, verunstaltet nur durch einige Fehler: Es heißt nicht Hälme, sondern Halme. Und wenn sich die Halme im Wind “wogen”, dann haben sie ihr Gewicht mit einer Waage gemessen. Es muss “wiegten” heißen.
    Dass die Erosion durch den Wind erwähnt wird, finde ich schön, aber der Satz ist verbaut. (“Die Pistole hatte mit ihrer Erschießung dem Mann das Leben entzogen”). Der Wind saugt auch keine Nährstoffe auf. Man könnt vom Wind sagen, dass er die Feuchtigkeit aus dem Boden saugt (wie ein Schwamm), aber er saugt keine Nährstoffe aus dem Boden, sondern er weht Humuskrümel und alles mögliche, woraus sich Humus bilden könnte, fort, aber auch Sand und Steinchen, die keine Nährstoffe enthalten, aber für die Pflanzen das Substrat sind, an dem sie sich festhalten könnten.
    Im vorletzten Satz müsste es heißen: “Es würde nicht mehr alnge dauern,…, dann würde…”
    Den letzten Satz würde ich weglassen. Er spricht nur aus, was wir während der Lektüre der vorhergehenden Sätze sowieso schon gefühlt haben.

    Du könntest deine Texte, sofern sie im weitesten Sinn lyrisch sind (so wie dieser hier), am Online-Lyrikslam teilnehmen lassen: http://lyrikslam.kwikk.info

    Liebe Grüße
    Martin Auer

  2. Michael sagt:

    Hallo Martin,

    mit den Halmen hattest du recht, das habe ich verbessert. Allerdings scheinst du mir beim Verb wiegen nicht ganz richtig zu liegen. So wie ich es verwendet habe, steht es im Präteritum und hat nichts mit dem Wiegen auf einer Waage zu tun. Wiegen kann auch, so wie hier, sich im Wind bewegen bedeuten.
    Mit dem letzten Satz bin ich mir noch nicht sicher. Du hast sicher recht, dass man ihn weglassen könnte, aber ich denke in seiner Form führt er nochmal genau vor Augen, worum es eigentlich geht.

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