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	<title>ohne_titel &#187; Familie</title>
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		<title>Winterwunderland</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 19:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<description><![CDATA[Das winterliche Paris war kein Ort, an dem man sich zu dieser Zeit, freiwillig noch hätte herumtreiben wollen. Dennoch gab es einige arme Menschen, die kein warmes Heim hatten, keine Kleider, die sie warm hielten, geschweige denn eine warme Tasse Kakao. Diese armen Menschen kauerten in Hauseingängen, unter Brücken oder in der weihnachtlich geschmückten Bahnhofshalle. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das winterliche Paris war kein Ort, an dem man sich zu dieser Zeit, freiwillig noch hätte herumtreiben wollen. Dennoch gab es einige arme Menschen, die kein warmes Heim hatten, keine Kleider, die sie warm hielten, geschweige denn eine warme Tasse Kakao. Diese armen Menschen kauerten in Hauseingängen, unter Brücken oder in der weihnachtlich geschmückten Bahnhofshalle.<br />
Antoine saß eingewickelt in seine Decke auf dem kalten Bahnhofsboden. Der Boden war so glatt und sauber, dass er sich darin spiegeln konnte. Aber Antoine mochte sich nicht ansehen, denn in seinem Spiegelbild war keine Spur von Weihnachten zu erkennen.<br />
Vor langer Zeit, so kam es ihm zumindest vor, hatte der Krieg Antoine von seiner Familie getrennt. Als Veteran war er eingezogen worden um sein Land zu verteidigen.<br />
Ihm blieb keine Zeit, sich zu verabschieden, denn er war von einem Oï¬ƒzier früh morgens einfach mitgenommen worden. Nach ein paar Wochen geriet er in Gefangenschaft und nur seine Hoï¬€nung, einmal zu seiner Familie zurück zu kehren, hielt ihn lebendig. Im ersten Jahr schrieb Antoine jede Woche einen Brief nach Hause. Nie erhielt er eine Antwort. Er wusste nicht, ob seine Briefe jemals ankamen, denn er musste sie immer aus seinem Gefangenenlager schmuggeln. Nach zwei Jahren dann schrieb er nur noch zu den Geburtstagen, seine Hoï¬€nung, jemals eine Antwort zu bekommen, hatte Antoine praktisch verloren.<br />
Vier lange Jahre kehrte er dann nicht nach Hause, hatte keinen Kontakt und sorgte sich um Frau und Kinder.<br />
Antoine nach Paris zurückkehrte waren seine Frau und Kinder weg. Einfach verschwunden, keine Nachricht, kein Brief. Antoine wusste nicht wohin seine Familie verschwunden war. Er wusste auch nicht ob sie überhaupt noch lebten, ob sie verschleppt worden waren oder ob seine Frau einen neuen Mann gefunden hatte. Zu Tode betrübt irrte Antoine durch Paris auf der Suche nach seiner Familie. Unermüdlich suchte er die Stadt ab, doch er konnte sie einfach nicht ï¬nden.<br />
Und so strandete Antoine irgendwann in der großen Bahnhofshalle. Völlig perspektivlos, hoï¬€nungslos, leblos.<br />
<span id="more-148"></span><br />
Mitten in diesem winterlichen Paris saß nun der arme Antoine, starrte auf die kalten, spiegelnden Fliesen und war ratlos. An ihm eilten die Menschen vorbei, hetzten zu den Taxis und zu den Straßenbahnen vor der Bahnhofshalle. Sie wollten so schnell wie möglich nach Hause zu ihren Familien und die Weihnachtszeit mit ihnen verbringen. Manche von ihnen schenkten Antoine sogar ein Lächeln während sie vorbei eilten.<br />
Am Abend vor dem heiligen Abend bemerkte Antoine einen Mann der immer wieder an ihm vorbei ging und ihn komisch beäugte. Den Mann schätze Antoine auf dreißig Jahre. Er wunderte sich ein wenig, dachte sich aber nichts dabei. Vielleicht suchte der Mann nur jemanden mit dem er sich am Bahnhof verabredet hatte.<br />
Tatsächlich suchte der Mann jemanden bestimmtes. Was Antoine nicht wusste, der Mann war sein Sohn, der auf der Suche nach seinem Vater war. Da er sich nicht sicher war, ob er seinen Vater wirklich gefunden hatte, traute sich der Mann, der Sohn, nicht, seinen Vater anzusprechen. Schließlich kannte er seinen Vater nur von alten Fotos und Beschreibungen. Es war jedoch schon so viel Zeit vergangen und in dieser Zeit konnte sich sein Vater sehr verändert haben. Schließlich fasste er sich doch ein Herz und ging auf den Unbekannten zu um ihn anzusprechen.<br />
Als der Mann plötzlich direkt auf ihn zu ging, wurde Antoine ängstlich. Schließlich wusste er nicht, was dieser von ihm wollte. â€žHallo. Entschuldigen sie&#8230; heißen sie Antoineâ€œ, stammelte der Mann fragend. â€žJa.â€œ<br />
â€žAntoine Dupont?â€œ<br />
â€žJaâ€œ<br />
Er musste es sein. Der Mann betrachtete Antoine noch einmal genauer und dann ï¬el ihm auch auf, dass er seinen Vater vor sich haben musste. Große Freude erfasste ihn schließlich und der Mann umarmte Antoine herzlich. Diese Herzlichkeit überraschte Antoine sehr. Als sie sich beide noch einmal beäugten erkannte auch Antoine seinen Sohn. Ãœberwältigt ï¬ng er vor Freude an zu weinen. Er schluchzte seinem Sohn zu, wie leid es ihm täte, ihn verlassen zu haben. Dieser verzieh ihm und war einfach nur froh, seinen Vater nach so langer Zeit endlich wieder gefunden zu haben.<br />
Als sich beide sich wieder gesammelt hatten, lud der Sohn seine Vater zu sich und seiner Familie nach Hause ein um ihm zu erzählen, was er alles in den letzten Jahren verpasst hatte. Antoine bedankte sich und ging mit seinen wenigen Habseligkeiten und seinem Sohn nach Hause um endlich die Weihnachtszeit zu genießen. </p>
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		<title>Straßenleben #2</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 01:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Straßenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Blätter]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal, da beobachte ich die herbstlich gefärbten Blätter beim Herunterfallen. Ich bin sehr angetan davon, wie leise, langsam und sanft die Blätter zu Boden sinken. Ich genieße es, dies mit anzusehen. Die Menschen gehen gerne im Herbst spazieren. Oft kann ich von meinem Fenster aus beobachten, wie Kinder durch das bunte Laub tollen und ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal, da beobachte ich die herbstlich gefärbten Blätter beim Herunterfallen. Ich bin sehr angetan davon, wie leise, langsam und sanft die Blätter zu Boden sinken. Ich genieße es, dies mit anzusehen. Die Menschen gehen gerne im Herbst spazieren. Oft kann ich von meinem Fenster aus beobachten, wie Kinder durch das bunte Laub tollen und ein paar Meter dahinter die Mutter und der Vater, Arm in Arm, hinterher schlendern. Es steht diesen Menschen ins Gesicht geschrieben, wie sehr sie dies genießen.<br />
Mir ist aufgefallen, dass der Herbst die einzige Jahreszeit zu sein scheint, in der Menschen besonders gerne spazieren gehen. Wahrscheinlich liegt das an dem bunten Laub, dass überall herumliegt und langsam auf den Winter einstimmt. Dann wird es auch langsam kühler und man muss sich dick ein-<br />
packen, wenn man nach draußen will. Aber man kann sich dann auch um so mehr auf ein heißes Getränk in der warmen Wohnung freuen.<br />
Ich mag den Herbst. Nicht nur wegen des bunten Laubs, sondern auch wegen der Stimmung, die er verbreitet. Die Hektik scheint allmählich zu verï¬‚iegen und die großen Anstrengungen des Sommers werden langsam vergessen. Alles wird langsamer, die Blätter die von den Bäumen segeln, das Wochenende, weil man nicht mehr zum See oder an den Strand hetzen muss, um den besten Platz zu ergattern. Stattdessen kann man gemütlich mit der Familie oder aber auch alleine einfach nur raus gehen, spazieren.<br />
Der Herbst ist naturtreuer als der Sommer, er ist schöner und gemütlicher.<br />
Meine liebste Jahreszeit ist der Herbst.</p>
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